Geschichte

Vom Krankenhausbau zur Unterstützung sozialer Projekte

Zum Andenken an ihren Vater Friedrich Möller gründeten die Brüder Theodor von  Möller und Dr. Karl Möller am 31. März 1879 eine Stiftung, die sich der Pflege von Kranken und Altersschwachen widmen sollte. Die Verwaltung der Möllerschen Stiftung lag in den Händen eines Kuratoriums, seinerzeit bestehend aus den beiden Stiftern sowie einem Vertreter des Amtes Brackwede-Isselhorst und einem Geistlichen.

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Theodor Adolf von Möller

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Dr. Karl Möller

Im September des Jahres 1901 fasste das Kuratorium den Beschluss zur Errichtung eines Siechenhauses, des „Möllerstifts“. Schon am 1. Oktober 1904, ein Jahr nach der Grundsteinlegung, konnte das neue Stift im Bielefelder Süden feierlich eröffnet werden. Es verfügte über 25 Betten und einem Isolierhaus mit 11 Betten, in dem Patientinnen und Patienten mit Infektionskrankheiten untergebracht wurden.

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Das Möllerstift in Brackwede

Um den wachsenden Bedürfnissen der zahlreichen Patientinnen und Patienten gerecht zu werden und die ständigen Überbelegungen zu vermeiden, beschloss der Kreistag 1928 einen Anbau, der das Haus um 30 Betten erweiterte.

Aufgrund der gestiegenen Kosten und Anforderungen an ein Krankenhaus fasste das Kuratorium im Mai 1952 den Beschluss, das Krankenhaus Möllerstift nicht mehr selbst zu betreiben, sondern für den symbolischen Wert von 1,- DM an den Landkreis Bielefeld abzugeben. Dieser wiederum legte im September 1965 den Grundstein für den Neubau eines Krankenhauses auf dem Gelände der Rosenhöhe. 4 Jahre später wurden die ersten Patientinnen und Patienten aus dem Möllerstift in das neue Krankenhaus verlegt, welches über 240 Betten verfügte.

Seit Anfang der 70er Jahre ist das Gelände des ehemaligen Möllerstifts an die Lebenshilfe „Werkstatt für Behinderte“ vermietet. Heutiger Kuratioriumsvorsitzender der Stiftung ist Dr. Peter von Möller, direkter Nachkomme der beiden Gründer der Stiftung.